Die Menschen hinter den Plakaten – der Mensch hinter der Behinderung

 

Das eigentliche Handicap vieler Menschen mit einer Behinderung ist der Kontakt zu anderen Menschen. Das betrifft vor allem diejenigen, die  wenig sprechen und/oder das Wenige  für Ungeübte nur schwer verständlich ist. Für sprechende Menschen ist das ungewohnt und es kann auch verunsichern, wenn das Gegenüber nicht oder nicht sofort antwortet. Aus diesem Grund ist die Versuchung groß eine Begegnung zu vermeiden. Das ist eine Erfahrung, die Betroffene leider oft machen.

 

Mut zur Begegnung - auf die Feinabstimmung in der Kommunikation achten

 

Man kann  aber auch den Weg wählen über die Unsicherheit zu reflektieren und eine Kontaktaufnahme als  Chance für eine neue schöne Erfahrung sehen.

 

Auf die Feinabstimmung in der Kommunikation achten...

 

...ist dabei sehr hilfreich. Das bedeutet bewusst auf die Möglichkeiten des Gegenübers sich auszudrücken ein zu gehen. Das setzt aktives Zuhören voraus. Verbunden mit wertschätzendem Spiegeln ist dies die zentrale Methode zur Verwirklichung einer entwicklungsfördernden Kommunikation. Spiegeln bedeutet Gehörtes wiedergeben und so vermitteln, dass ich es auch wirklich gehört habe.

 

Wie also kann ich beispielsweise einem Menschen begegnen, der immer nur einen Satz sagt? Das kann ich tun, indem ich mich ganz bewusst für diesen einen Satz interessiere, ihn wiederhole, dem Gegenüber mitteile, dass ich den Satz gehört habe. Mit der Zeit kann ich diesen Satz auch variieren.

 

Spricht ein Mensch gar nicht, kann ich versuchen eine Geste von ihm– liebevoll und interessiert -  aufzunehmen. Ich kann auch aussprechen, dass ich verunsichert bin und mich zunächst etwas hilflos fühle, weil ich grad noch nicht weiß, wie ich in Kontakt kommen kann. Gemeinsam etwas machen, das Freude bereitet ist eine weitere gute Möglichkeit: Ein interessantes Heft anschauen oder backen, fotografieren und die Fotos anschauen. Es gibt so vieles.

 

Fehler vermeiden - Unsicherheiten nicht überspielen

 

Ein Fehler, den viele sprechende Menschen im Versuch in Kontakt zu kommen mit einem Gegenüber das nicht gut sprechen kann, machen, ist es ganz viele Fragen zu stellen. Das mag ein Gespräch unter sprechenden Menschen in Gang bringen, aber ein Menschen mit einer Behinderung wie beispielsweise Helena, von der ganz viele der Motive stammen, sie hat, ist damit völlig überfordert und zieht sich innerlich zurück.

 

So tun, als ob man verstanden hat, obwohl es gar nicht so ist, empfinden die meisten Betroffenen als sehr unangenehm. Die Verbindung bricht dann innerlich ab und das Gegenüber fühlt sich missachtet und nicht ernst genommen. Ist eine Begleitperson dabei, kann man diese um Hilfe bitten oder den Betroffenen fragen, ob er eine Möglichkeit hat sich mitzuteilen. Schreiben zum Beispiel.

 

Was aus Verlegenheit, Unsicherheit oder Unwissen auch schnell geschieht, ist, dass vor dem betroffenen Menschen über ihn zur Begleitperson gesprochen wird ohne ihn in irgendeiner Form mit einzubeziehen. Das führt zu einem Gefühl „ein Möbelstück zu sein“. Resignation ist die Folge.

 

Schlussendlich geht es einfach darum in Resonanz zu kommen. Das kann man erreichen, wenn man den Betroffenen miteinbezieht – durch Blickkontakt oder erklären, warum man jetzt mit der Begleitperson spricht.  Sehr schön ist es natürlich über ein gemeinsames Tun, das Beiden viel Freude bereitet in eine Kommunikation zu kommen: Impulse aufgreifen und so ein gegenseitig inspirierendes Miteinander erreichen.Das löst Glücksgefühle aus!

Tel. 0041 61 753 71 38/ info@veronikakisling.ch

© 2018 Plakate Exklusiv Inklusiv Proudly created with Wix.com

  • Facebook App Icon
  • Twitter App Icon
  • Google+ App Icon
  • Instagram App Icon
  • LinkedIn App Icon

Wasser hat nie Durst

This site was designed with the
.com
website builder. Create your website today.
Start Now